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Wenn aus einem komplexen Schadenfall ein neuer Untersuchungsansatz entsteht

Komplexe Gebäudeschäden lassen sich nicht immer mit standardisierten Abläufen abschließend bewerten. Gerade dann ist es notwendig, bautechnische Erfahrung, versicherungsfachliche Anforderungen und neue technische Möglichkeiten miteinander zu verbinden. Aus einem anspruchsvollen Auftrag in Baden-Württemberg ist deshalb gemeinsam mit dem VOLKSWOHL BUND die Idee für ein praxisorientiertes Pilotprojekt entstanden.

Komplexe Schadenfälle benötigen mehr als Standardlösungen

Im Tagesgeschäft der Schadenbewertung gibt es zahlreiche Sachverhalte, die sich mit etablierten Untersuchungsmethoden zuverlässig erfassen und fachlich einordnen lassen.

Es gibt jedoch auch Schadenfälle, bei denen die sichtbaren Feststellungen nur einen Teil des tatsächlichen Zustands erkennen lassen. Bestimmte Bauteile oder Konstruktionsebenen sind nicht ohne Weiteres zugänglich. Eine vollständige Öffnung wäre technisch zwar denkbar, könnte jedoch mit erheblichen Eingriffen, hohen Kosten und zusätzlichen Folgeschäden verbunden sein.

Genau an diesem Punkt beginnt die eigentliche fachliche Herausforderung:

Wie können zusätzliche Erkenntnisse gewonnen werden, ohne unverhältnismäßig große Bereiche eines Gebäudes öffnen zu müssen?

Und wie lässt sich ein Untersuchungsansatz entwickeln, der sowohl bautechnisch sinnvoll als auch für die versicherungsfachliche Bewertung nachvollziehbar ist?

Ein anspruchsvoller Auftrag in Baden-Württemberg

Für einen besonders komplexen Gebäudeschaden wurde ich nach Baden-Württemberg hinzugezogen.

Bereits die Beauftragung über eine größere Entfernung hinweg war für mich ein deutliches Zeichen des entgegengebrachten Vertrauens. Gleichzeitig zeigte sich vor Ort, dass der Fall nicht allein durch eine klassische Begutachtung oder eine punktuelle Betrachtung abschließend gelöst werden kann.

Im Verlauf der Untersuchung ergaben sich Hinweise, die eine weitergehende Betrachtung sinnvoll erscheinen lassen. Die genaue Schadenkonstellation bleibt dabei bewusst vertraulich.

Es geht nicht darum, einen einzelnen Sachverhalt öffentlich zu erläutern oder eine Untersuchungsmethode vorschnell als fertige Lösung zu präsentieren.

Entscheidend ist vielmehr die übergeordnete Fragestellung:

Können technische Untersuchungsverfahren dazu beitragen, verdeckte oder nur eingeschränkt zugängliche Bereiche zielgerichteter zu bewerten?

Fachlicher Austausch mit dem VOLKSWOHL BUND

Aus dieser Fragestellung entstand ein intensiver fachlicher Austausch mit dem VOLKSWOHL BUND.

Dabei wurden nicht nur die bautechnischen Gegebenheiten betrachtet. Ebenso wichtig waren die Anforderungen, die sich aus der Schadenregulierung und der versicherungsfachlichen Bewertung ergeben.

Gerade dieser Austausch auf Augenhöhe ist aus meiner Sicht ein wesentlicher Bestandteil moderner Schadenbearbeitung.

Versicherungsunternehmen benötigen belastbare Entscheidungsgrundlagen. Sachverständige müssen gleichzeitig berücksichtigen, welche Untersuchungen technisch möglich, wirtschaftlich vertretbar und im konkreten Fall tatsächlich aussagekräftig sind.

Wenn beide Perspektiven frühzeitig zusammengeführt werden, können aus schwierigen Einzelfällen neue und möglicherweise übertragbare Lösungsansätze entstehen.

Im gemeinsamen Austausch wurde deshalb die Überlegung entwickelt, thermografische Drohnentechnik als ergänzenden Untersuchungsansatz unter realen Bedingungen zu erproben.

Thermografische Drohneninspektion als Pilotprojekt

Die Grundidee des Pilotprojekts besteht darin, zu prüfen, ob eine thermografische Befliegung zusätzliche Hinweise auf Auffälligkeiten innerhalb einer Dach- oder Gebäudekonstruktion liefern kann.

Dabei ist ausdrücklich zu betonen:

Eine thermografische Aufnahme ersetzt weder die bautechnische Bewertung noch eine fachgerechte Ursachenanalyse. Auch soll nicht bereits vor Beginn der Untersuchung behauptet werden, dass der geplante Ansatz in jedem Fall eindeutige Ergebnisse liefern wird.

Thermografische Messungen werden von verschiedenen Einflussfaktoren bestimmt. Hierzu können unter anderem die Witterung, Temperaturunterschiede, Sonneneinstrahlung, Materialeigenschaften, Feuchtigkeit, Windverhältnisse und der konkrete Aufbau der Konstruktion gehören.

Das Pilotprojekt soll deshalb nicht eine vorgefertigte These bestätigen.

Vielmehr soll unter definierten Bedingungen geprüft werden:

  • Welche thermischen Auffälligkeiten lassen sich erfassen?
  • Wie reproduzierbar sind die gewonnenen Erkenntnisse?
  • Welche baulichen oder äußeren Einflüsse müssen berücksichtigt werden?
  • Lassen sich aus den Aufnahmen belastbare Hinweise für weiterführende Untersuchungen ableiten?
  • Kann die Methode dazu beitragen, notwendige Bauteilöffnungen gezielter zu planen?

Erst nach Durchführung und fachlicher Auswertung kann beurteilt werden, welchen tatsächlichen Nutzen der Untersuchungsansatz bietet.

Drohnenpiloten bereits im fachlichen Austausch

Für die praktische Umsetzung des Projekts befinde ich mich bereits mit geeigneten Drohnenpiloten im Gespräch.

Benötigt wird dabei nicht lediglich eine klassische Kameradrohne. Entscheidend sind eine geeignete thermografische Ausstattung, Erfahrung mit anspruchsvollen Gebäudebefliegungen und ein belastbares Verständnis für die besonderen Anforderungen einer technischen Untersuchung.

Zusätzlich wird der Auftrag über die Drohnenflugbörse ausgeschrieben.

Dadurch sollen weitere qualifizierte Anbieter erreicht und unterschiedliche technische Möglichkeiten berücksichtigt werden. Die Ausschreibung dient zugleich dazu, einen geeigneten Piloten für die konkreten Rahmenbedingungen des Einsatzes auszuwählen.

Die Verbindung aus fachlicher Schadenbewertung, thermografischer Messtechnik und professioneller Drohnenbefliegung erfordert eine enge Abstimmung aller Beteiligten.

Drohnenpiloten bereits im fachlichen Austausch

Für die praktische Umsetzung des Projekts befinde ich mich bereits mit geeigneten Drohnenpiloten im Gespräch.

Benötigt wird dabei nicht lediglich eine klassische Kameradrohne. Entscheidend sind eine geeignete thermografische Ausstattung, Erfahrung mit anspruchsvollen Gebäudebefliegungen und ein belastbares Verständnis für die besonderen Anforderungen einer technischen Untersuchung.

Zusätzlich wird der Auftrag über die www.drohnenflugboerse.de ausgeschrieben.

Dadurch sollen weitere qualifizierte Anbieter erreicht und unterschiedliche technische Möglichkeiten berücksichtigt werden. Die Ausschreibung dient zugleich dazu, einen geeigneten Piloten für die konkreten Rahmenbedingungen des Einsatzes auszuwählen.

Die Verbindung aus fachlicher Schadenbewertung, thermografischer Messtechnik und professioneller Drohnenbefliegung erfordert eine enge Abstimmung aller Beteiligten.

Meine Rolle zwischen Schadenpraxis und Versicherungswirtschaft

Meine Arbeit endet nicht bei der Dokumentation eines Schadens oder der Ermittlung einer Schadenhöhe.

Gerade komplexe Schadenfälle zeigen, dass Sachverständigenarbeit auch bedeutet, Untersuchungsgrenzen zu erkennen, Fragestellungen präzise zu formulieren und neue Lösungswege kritisch zu prüfen.

Ich sehe meine Aufgabe deshalb an der Schnittstelle zwischen:

  • bautechnischer Schadenpraxis,
  • sachverständiger Bewertung,
  • versicherungsfachlichen Anforderungen,
  • wirtschaftlicher Verhältnismäßigkeit,
  • technischer Innovation und
  • fallabschließender Entscheidungsfindung.

Für Versicherungsunternehmen kann daraus ein zusätzlicher Mehrwert entstehen.

Nicht jeder komplexe Schadenfall benötigt zwangsläufig eine neue Methode. Doch dort, wo etablierte Vorgehensweisen an praktische Grenzen stoßen, kann ein strukturierter Entwicklungs- und Beratungsprozess sinnvoll sein.

Dabei geht es nicht um technische Innovation als Selbstzweck.

Es geht um die Frage, ob ein neuer Ansatz dazu beitragen kann, Schadenfälle nachvollziehbarer, zielgerichteter und wirtschaftlich sinnvoller zu untersuchen.

Von der Einzelbegutachtung zum Beratungsmandat

Die Versicherungswirtschaft steht regelmäßig vor der Herausforderung, komplexe technische Sachverhalte in belastbare Entscheidungen zu übersetzen.

Dafür braucht es Ansprechpartner, die nicht nur den jeweiligen Schaden bewerten, sondern auch die übergeordneten Zusammenhänge erkennen.

Ein Beratungsmandat kann beispielsweise folgende Bereiche umfassen:

  • Entwicklung geeigneter Untersuchungsstrategien,
  • fachliche Begleitung technischer Pilotprojekte,
  • Bewertung neuer Diagnose- und Dokumentationsmethoden,
  • Prüfung der praktischen Umsetzbarkeit,
  • Entwicklung strukturierter Entscheidungsgrundlagen,
  • Schnittstellenkommunikation zwischen Versicherer, Sachverständigen und Fachunternehmen,
  • Auswertung wiederkehrender Schadenphänomene und
  • Ableitung praxistauglicher Handlungsempfehlungen.

Genau in diesem Bereich möchte ich Versicherungsunternehmen künftig noch stärker unterstützen.

Die Erfahrungen aus konkreten Schadenfällen bilden dabei eine wertvolle Grundlage. Sie zeigen, wo Prozesse funktionieren, wo Informationslücken entstehen und an welchen Stellen neue Untersuchungsansätze einen Mehrwert bieten könnten.

Vertraulichkeit gehört zur professionellen Projektarbeit

Die genaue Schadenkonstellation und die detaillierte Untersuchungsplanung werden derzeit bewusst nicht veröffentlicht.

Das hat mehrere Gründe.

Zum einen betrifft das Projekt einen konkreten Versicherungsfall. Zum anderen befindet sich der Untersuchungsansatz noch in der Vorbereitung und muss zunächst unter realen Bedingungen erprobt werden.

Professionelle Projektarbeit bedeutet auch, nicht vorschnell Ergebnisse zu versprechen oder unfertige Konzepte öffentlich als gesicherte Methode darzustellen.

Zunächst müssen die Rahmenbedingungen definiert, die Untersuchung durchgeführt und die Ergebnisse fachlich ausgewertet werden.

Erst danach lässt sich seriös beurteilen, welche Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt gewonnen werden können.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe schafft neue Lösungswege

Der bisherige Austausch zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Versicherungswirtschaft und Schadenpraxis nicht getrennt voneinander handeln.

Versicherungsfachliche Anforderungen, bautechnisches Wissen und praktische Erfahrung dürfen nicht erst am Ende eines Schadenfalls zusammengeführt werden.

Je komplexer ein Sachverhalt ist, desto wichtiger wird eine frühzeitige, offene und fachlich kritische Zusammenarbeit.

Aus einem schwierigen Einzelauftrag kann so eine Fragestellung entstehen, die möglicherweise auch für weitere Schadenfälle relevant ist.

Ob der geplante thermografische Untersuchungsansatz die erwarteten Erkenntnisse liefern kann, wird sich erst im Verlauf des Pilotprojekts zeigen.

Fest steht jedoch bereits heute:

Neue Lösungswege entstehen dort, wo komplexe Schadenpraxis, technisches Verständnis und versicherungsfachlicher Austausch auf Augenhöhe zusammenkommen.

Ich freue mich auf den weiteren fachlichen Austausch mit Versicherungsunternehmen, Schadenabteilungen und Projektverantwortlichen, die komplexe Gebäudeschäden nicht nur regulieren, sondern Untersuchungs- und Entscheidungsprozesse gemeinsam weiterentwickeln möchten.

Fachlicher Austausch mit Zukunft: Zusammenarbeit mit dem Kunststoff Institut Lüdenscheid

Der heutige Termin bei der KIMW Prüf- und Analyse GmbH / Kunststoff Institut Lüdenscheid markiert einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung meiner fachlichen Arbeit.

Ausgangspunkt des Austauschs war mein bereits 2024 veröffentlichter Fachartikel beim Fraunhofer IRB Verlag zum Thema hagelbedingte und nicht hagelbedingte Schäden an Kunststoffstegkammerplatten. Die zugehörige fachliche Verteidigung ist ausgearbeitet und wird dem Verlag in Kürze angeboten.

Darüber hinaus wurden gemeinsame Perspektiven für:

  • materialtechnische Schadensanalysen und Laboruntersuchungen,

  • Sensorik- und Monitoringlösungen im Rahmen der digitalen Gebäudeakte,

  • sowie interdisziplinäre Forschungs- und Praxisprojekte mit Versicherungsbezug
    konkret diskutiert.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah nutzbar zu machen und gleichzeitig neue Bewertungs- und Dokumentationsstandards zu entwickeln.

Abgerundet wurde der Termin durch eine ausführliche Führung durch das Institut, die eindrucksvoll zeigte, wie moderne Prüftechnik, Forschung und angewandte Materialkunde ineinandergreifen.

Auch eine zukünftige Zusammenarbeit im Seminar- und Weiterbildungsbereich wurde perspektivisch vereinbart.

Diese Kooperation steht für fachliche Tiefe, gegenseitige Wertschätzung und einen klaren Blick nach vorn.

Von einer Entscheidung im Jahr 2009 zu drei tragenden Säulen – und einem klaren Blick nach vorn

Als ich mich 2009 dazu entschlossen habe, die Sachverständigentätigkeit in Vollzeit aufzunehmen, war das kein Masterplan. Es war vielmehr der Wunsch, Dinge fachlich sauber, unabhängig und verantwortungsvoll zu bewerten – im Sinne aller Beteiligten.

Rückblickend haben sich aus dieser Entscheidung drei essentielle Säulen entwickelt, die heute das Fundament der ILS-Bau-Consulting UG bilden:

1️⃣ Tagesgeschäft & Regulierung Die gutachterliche Tätigkeit als Bau- und Immobiliensachverständiger – verbunden mit der Regulierung versicherter und nicht versicherter Sach- und Haftpflichtschäden an Gebäuden und Grundstücken – bundesweit. Die Nachfrage entwickelte sich so dynamisch, dass schnell klar wurde: Qualität lässt sich nicht unbegrenzt skalieren, wenn man sie allein tragen will.

2️⃣ Bildung & Qualifizierung Die Suche nach geeignetem Personal führte mich zwangsläufig in die Bildungslandschaft. Was ich dort vorfand, entsprach jedoch weder meiner Vorstellung von Inhaltstiefe noch von Praxisnähe. So entstand das zweite Standbein: der eigene Bildungsträger.

Da der Begriff „Sachverständiger“ historisch primär an die öffentliche Bestellung gekoppelt ist – und diese in den letzten Jahrzehnten strukturell an Wirksamkeit verloren hat (siehe SV-Listungen der IHK, BDSF) – war ein anderer Weg erforderlich. Heute kooperieren wir mit einem DAkkS-zugelassenen Bildungsträger, der gemeinsam mit uns DIN EN ISO/IEC 17024-Zertifizierungsprüfungen durchführt. Ein Modell, das der öffentlichen Bestellung gleichkommt – national wie EU-weit. Für 2026 ist dieses System nun vollständig etabliert.

Parallel dazu hat sich der Bildungsbereich in den letzten zwei Jahren rasant entwickelt. Für 2026 ist klar: Auch dieses Standbein lässt sich nicht mehr allein tragen. Umso mehr freue ich mich, namhafte Dozenten gewonnen zu haben, die fachlich wie didaktisch exakt unserem Anspruch entsprechen.

3️⃣ Digitalisierung & KI Bereits seit 2018 arbeiten wir an der Digitalisierung von Gebäuden. Was einst als Idee eines „virtuellen Gutachtens“ begann, ist heute eine branchenübergreifende digitale Gebäudeakte. Dass uns die KI hier inzwischen massiv unterstützt, war damals nicht geplant – aber strategisch ein Glücksfall. Auch für 2026 sind hier weitere Entwicklungsschritte vorgesehen.

Besonders wertvoll waren und sind die konstruktiven Gespräche und Kooperationen – u. a. mit Uwe Ziegler der LVM Versicherung, den Versicherungsforen Leipzig GmbH , Handwerksbetrieben, Kommunen, der Bundespolizei, sowie der fachliche Austausch mit Nico Streker , dem Versicherungspodcast MarKo Petersohn sowie Makler und Vermittler Podcast und auch meine veröffetlichten Fachbeiträge wie zum Beispiel beim Fachverlagen wie dem Bausachverständige des Fraunhofer IRB Verlag.

Dass diese Entwicklung von Fernsehproduktionen wie Arriba Media oder auch FILMREIF TV begleitet wurde, war nie Ziel – aber Bestätigung. Auch hier wird 2026 noch einiges kommen.

Unterm Strich: Die ILS-Bau-Consulting UG hat sich besser entwickelt, als wir es jemals geplant oder vermutet hätten. Gerade 2025 war geprägt von echten Quantensprüngen in Entwicklung und Kooperation – trotz einer angespannten wirtschaftlichen Gesamtlage.

Vielleicht liegt das daran, dass ich stets versucht habe, Klasse statt Masse zu etablieren – und Mehrwert nicht isoliert, sondern kollektiv zu denken.

👉 Wer Kooperationen sucht, 👉 wer sich fundiert und praxisnah ausbilden lassen möchte, 👉 oder wer an der Weiterentwicklung unserer drei Säulen mitwirken will: Der Dialog ist ausdrücklich erwünscht.

Veränderung ist kein Risiko. Sie ist ein Prozess. Und sie bietet Chancen – wenn man bereit ist, sie zu nutzen.

Rückblick auf zwei inspirierende Tage bei den Versicherungsforen Leipzig

Ein persönlicher Einstieg – mit neuen Speaker-Sneakern

Schon beim Betreten der Veranstaltungsräume durfte ich meine neuen Speaker-Sneaker auf den „heiligen Böden des Wissens“ einweihen.
Ein humorvoller Einstieg, der sich bereits in meinem Vortrag als sympathisches Bindeglied erwies – und der Ton für zwei lebhafte, offene und wertschätzende Tage war gesetzt.

Ein Austausch, der wirklich weiterbringt

Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre, die von den Organisatoren Diana Boduch, Tina Linding, Thomine Bissinger und Franz Gündel geschaffen wurde:
professionell, bestens strukturiert – und zugleich herzlich, familiär und nahbar.

Dieser Rahmen hat es möglich gemacht, mit Produktverantwortlichen, Rückversicherern, Schadenexperten und vielen weiteren Versicherungsprofis tief in die Themen einzutauchen, die unsere Branche tatsächlich bewegen.

Meine Perspektive aus der Praxis – direkt von der Front der Schadensregulierung

Als Baugutachter und Sachverständiger bin ich täglich mitten im operativen Schadenprozess.
Es gehört zu meiner Arbeit, auf technische Risiken aufmerksam zu machen – manchmal mit dem Finger in der Wunde, immer mit dem Ziel, Schäden zu vermeiden und Prozesse klarer zu gestalten.

Ebenso wertvoll war für mich, einmal die Perspektive der Versicherer so direkt und unverfälscht aufzunehmen. Dieser wechselseitige Blick bereichert beide Seiten und schafft ein besseres Verständnis für Herausforderungen und Lösungswege.

Ein aktuelles Schwerpunktthema: Versicherbarkeit von PV-Anlagen

Ein Thema, das ich auf der Bühne angesprochen habe, betrifft die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Versicherbarkeit von Gebäuden nach der Installation von PV-Anlagen – ein Fall, der mir von Enpal herangetragen wurde.

Wenn Brandeigenschaften und bauliche Veränderungen nicht frühzeitig berücksichtigt werden, entstehen Lücken, die sowohl Versicherer als auch Gebäudeeigentümer vor echte Probleme stellen.
Das bremst notwendige Entwicklungen der Energiewende – und zeigt, wie wichtig frühzeitige Abstimmung ist.

Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle das Engagement von Nico Strecker, der frühzeitig und aktiv auf diese Thematik aufmerksam macht.

Inhalt meines Vortrags – Risiken erkennen, Schäden vermeiden, Daten nutzbar machen

Mein Vortrag legte den Fokus auf:

  • frühzeitig erkennbare Risiken am Gebäude,

  • wirksame Schadensprävention und Vermeidung von Folgeschäden,

  • sowie die Bedeutung weiterverarbeitbarer Daten für KI-gestützte Prozesse.

Gerade der letzte Punkt zeigt, wie groß das Potenzial digitaler Unterstützung bereits heute ist – und welche Chancen eine strukturierte Datenerhebung für die Zukunft bietet.

Ausblick: Einladung zum Messekongress 2026

Umso mehr freue ich mich darüber, dass ich bereits jetzt erneut eingeladen wurde – diesmal als Speaker beim Messekongress 2026 der Versicherungsforen Leipzig.

Diese erneute Einladung stärkt meinen Anspruch, praxisnahe, verständliche und zugleich zukunftsorientierte Einblicke in die Schadenwelt zu geben.

Fazit: Zukunft gelingt nur gemeinsam

Die zwei Tage in Leipzig haben einmal mehr gezeigt:
Die Herausforderungen unserer Branche lösen wir am besten dann, wenn Praxis und Versicherungswelt sich offen austauschen, voneinander lernen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Ich freue mich auf die Fortsetzung dieses Austauschs – auf Veranstaltungen, in Projekten und in der täglichen Zusammenarbeit.

„Die Schadensregulierung wird sich verändern – oder hat sie das längst?“

Auf den diesjährigen Regional-Tagungen der DEKRA Claims in Köln, Ulm, Leipzig und Hamburg durfte ich als Fachvortragender darüber sprechen, was längst Realität wird: die tiefgreifende Transformation der Schadensregulierung durch künstliche Intelligenz, automatisierte Prozesse und digitale Datenerfassung.

Mein Vortrag mit dem Titel „Die Schadensregulierung wird sich verändern“ hätte im Nachhinein wohl treffender heißen müssen:
„Die Schadensregulierung hat sich bereits verändert.“

In den rund 1,5 Stunden Vortrag und offen geführten Diskussionen wurde deutlich, dass den #Versicherungshäusern kaum eine andere Wahl bleibt, als viele Prozesse in der Regulierung zu automatisieren. Schon heute zeigen erste Pilotprojekte, etwa bei der Allianz, wie leistungsfähig #KI-Assistenten in der #Schadenaufnahme, Bewertung und Kommunikation sein können.

Doch anstatt dies als Bedrohung zu sehen, bietet diese Entwicklung enorme Chancen für alle Beteiligten:
Für #Regulierer, #Sanierer, #Sachverständige und #Handwerksbetriebe werden Fachkompetenzen künftig noch stärker mit digitalen Werkzeugen verschmelzen. Tätigkeiten, die früher viel Zeit kosteten, wie Datenermittlung, Beweissicherung oder Vergleichsbewertungen, werden durch KI-gestützte Systeme und strukturierte Bilddaten nahezu zum Kinderspiel.

Ein wichtiger Bestandteil dieser neuen Prozesswelt ist die #digitale Gebäudeakte – ein zentraler Datenspeicher, der Schäden, Bewertungen und Reparaturverläufe intelligent verknüpft. Hier spielt auch unsere Plattform drohnenflugboerse.de eine Schlüsselrolle:
Denn dort werden nicht einfach Fotos oder Videos erstellt, sondern wertvolle Daten generiert, die in die automatisierte Bewertung einfließen können.

Auf der Plattform arbeiten #Drohnenpiloten, #Innenraumscanner, #Ingenieure, #Bauzeichner und #Sachverständige Hand in Hand. Sie erfassen, analysieren und strukturieren Gebäudedaten so, dass diese direkt für KI-Assistenten oder Gutachtenprozesse nutzbar werden.
Dieses Zusammenspiel schulen wir praxisnah – etwa im kommenden Tagesseminar am 06.03.2025 an der FernUniversität Hagen, in dem Drohnenpiloten, Innenraumscanner und Sachverständige lernen, wie sie Daten effizient und fachgerecht für automatisierte Systeme aufbereiten.

Neben wertvollem Input von den DEKRA-Claims-Regulierern konnte ich in allen vier Städten auch zahlreiche konstruktive Gespräche mit den Sprint-Niederlassungen führen und erste Vereinbarungen für gemeinsame Pilotprojekte besprechen. Besonders beeindruckend war der fachliche Austausch mit den Teilnehmern, deren Ideen und Vorschläge bereits in unserem Hause in konkrete Entwicklungen eingeflossen sind – einige davon werden schon aktiv umgesetzt.

Diese Regional-Tagungen haben gezeigt:
Die Zukunft der Schadensregulierung ist nicht nur digital – sie ist vernetzt, datenbasiert und kompetenzorientiert.

Und wer sich fragt, wie diese Zukunft konkret aussieht, darf gespannt sein:
Am 14. November 2025 werde ich bei den Versicherungsforen Leipzig im Rahmen meines Bühnenpitches genau diesen Wandel präsentieren – mit Einblicken in reale Anwendungsbeispiele, Schnittstellenlösungen und die Rolle, die drohnenflugboerse.de dabei spielt.

TV trifft Sachverstand: ILS-Bau-Consulting bald im Fernsehen

Am heutigen Produktionstag standen spannende Entwicklungen rund um zukünftige TV-Projekte auf dem Plan. In einer Web-Konferenz mit filmreif TV wurden erste Konzepte und Inhaltsideen besprochen – mit dem Ziel, das Fachwissen aus dem Sachverständigenwesen sichtbar und verständlich für ein breites Publikum zu machen.

Gleichzeitig fanden die ersten Aufnahmen mit einer anderen Filmproduktion arriba media für ein anderes Projekt statt. Wir freuen uns, in den kommenden Wochen erste Einblicke und Ausstrahlungstermine bekanntzugeben.

🎬 Themen wie:

  • Bauschäden,

  • Gefahrenstoffe im Bestand

  • Bau-Schiksale

  • und praxisnahe Schadenbeispiele

werden zukünftig medial mit aufbereitet – fundiert, professionell und aus erster Hand.

Bleiben Sie dran – unsere Expertise wird sichtbar!

Podcast-Start geglückt: „Bauklötzchen & Immobilienhoppalas“ geht an den Start

Am heutigen Tag fiel der Startschuss für unser neues Podcast-Format – „Bauklötzchen & Immobilienhoppalas“.
Mit viel Freude, Fachwissen und einem Schuss Selbstironie sprechen wir, Mändy Semmelmann (Immobilienmaklerin) und Stefan Lange (Baugutachter), über alles, was sich rund um Bauschäden, Immobilienpraxis, Behördenlogik und technische Innovationen dreht.

💡 In der ersten Episode lernt ihr uns als Hosts kennen – inkl. Ausblick auf Themen wie:

  • Fix & Flip – Rendite oder Risiko?

  • Ein Mauermörtel, der Wasser ziehen soll – kann das funktionieren?

  • …und natürlich viele „Hoppalas“ aus dem Alltag!

🎙️ Der Podcast erscheint ab dem 01.08.2025, dann regelmäßig am 1. jedes Monats auf Spotify, Apple Podcasts & Co.

🔁 Jetzt Kanal abonnieren & Vorschläge einreichen:
Wenn du Ideen für Gäste oder spannende Themen hast – wir freuen uns auf Input und Mitgestaltung!

Pilotprojekt gestartet: Filmreif TV begleitet Baugutachter Lange im echten Schadensalltag

Wie erkennt man Baupfusch? Was tun bei Gebäudeschäden? Welche Fehler kosten am meisten?
Antworten liefert unser neues Pilotprojekt – direkt von der Baustelle, direkt aus dem Alltag eines Bausachverständigen.

Ab sofort begleitet Filmreif TV die ILS-Bau-Consulting UG rund um Baugutachter Stefan Lange bei echten Einsätzen. Mit Kamera, mit Know-how – und mit einem Ziel: Aufklärung schaffen, Orientierung bieten und echten Mehrwert für Zuschauer und Betroffene liefern.

Warum dieses Filmprojekt wichtig ist

🏚️ Schäden an Gebäuden passieren schneller, als viele denken.
👷 Falsche Ausführungen, ungeprüfte Sanierungen oder unklare Zuständigkeiten führen oft zu Konflikten – mit immensen Folgekosten.
🎥 Unser Pilotprojekt macht genau das sichtbar – aus technischer, rechtlicher und menschlicher Perspektive.

Was erwartet die Zuschauer?

  • Echte Bauschäden aus dem Alltag

  • Fachliche Analyse und Bewertung durch den Gutachter

  • Gespräche mit Betroffenen, Handwerkern, Versicherern und Anwälten

  • Lösungswege, die auf fundierter Bausachkunde und Kommunikation beruhen

  • Tipps, wie sich Bauherren, Eigentümer und Fachleute besser schützen können

Mitmachen – und Positionierung stärken

📣 Wir suchen für dieses Projekt weitere Fälle, die der Öffentlichkeit helfen können:
Wenn du Rechtsanwalt, Privatperson, Versicherer oder Handwerksbetrieb bist und ein interessanter Fall dokumentiert werden darf, melde dich unter:

📧 redaktion@ils-bau-consulting.de
📲 oder per DM auf Instagram / LinkedIn

📌 Gemeinsam stimmen wir ab, was gefilmt wird, welche Darstellung gewünscht ist – und wie du selbst oder dein Unternehmen durch Teilnahme sichtbar und gleichzeitig verantwortungsvoll auftreten kann.

Webkonferenz mit den Versicherungsforen Leipzig – Prävention, Pilotprojekte und überraschende Perspektiven

Am 30.04.2025 kamen die ILS-Bau-Consulting UG, die TGA Solutions GmbH und die Versicherungsforen Leipzig zu einem konstruktiven Webkonferenz-Austausch zusammen. Im Fokus: zukunftsfähige Ansätze zur Prävention in der Wohngebäudeversicherung, ein geplantes Pilotprojekt in einem durch Leitungswasserschäden gezeichneten Hotel sowie erste Überlegungen zur digitalen Gebäudeakte.

Ein besonders interessanter Aspekt war das unerwartet starke Interesse an der Plattform drohnenflugboerse.de. Obwohl nicht primäres Gesprächsthema, wurde deutlich, welches Potenzial in der Kombination aus Drohnentechnologie, Fernauswertung und Sachverständigenanbindung steckt – etwa zur Bestandsaufnahme oder zur Beweissicherung bei Großschäden.

Die Gesprächspartner planen eine Fortsetzung des Austauschs in den kommenden Monaten. Auch eine Beteiligung als Vortragende an einem Branchenevent sowie dem Messekongress Leipzig 2026 ist im Gespräch.

Zuerst steht jetzt aber der Vortrag am Fokustag „Gebäudeversicherung“ am 13. u. 14.11.2025 auf der Agenda.

Behaltet unserer Accounts daher genau im Auge !!!!

Elementarschaden-Pflicht in der Gebäudeversicherung – Opt-Out mit Risiken!

Die geplante Elementarschaden-Pflichtversicherung soll Hochwasser, Starkregen und Überschwemmungsschäden in die reguläre Gebäudeversicherung integrieren. Eine Opt-Out-Option erlaubt es Eigentümern, den Schutz bewusst auszuschließen – doch ist das eine kluge Entscheidung?

Warum ist eine fachliche Einschätzung entscheidend?

Viele denken, dass nur Immobilien in ZÜRS-Hochrisikogebieten betroffen sind. Doch Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen können auch in scheinbar sicheren Regionen zu erheblichen Schäden führen.

Worauf kommt es an?
Lagebewertung & bautechnische Analyse – Gefahren durch Gelände, Bodenbeschaffenheit & Infrastruktur erkennen
Schwachstellen identifizieren – Risiko durch unzureichende Drainagen, Kellerabdichtungen & Entwässerungssysteme
Präventive Maßnahmen – Kosten-Nutzen-Abwägung für bauliche Schutzmaßnahmen

Wir bringen 30+ Jahre Erfahrung aus dem Bauwesen mit und bewerten dein Gebäude unabhängig und fachlich fundiert.

📩 Jetzt unverbindlich beraten lassen & das Risiko richtig einschätzen!